Der KGL informiert seine Mitglieder über die Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung des Coronavirus und seine Auswirkungen für die KMU

Geschätzte Präsidentinnen und Präsidenten der Gewerbevereine und Berufsverbände

Gerne informieren wir euch über die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus

Der Bundesrat hat gestern weitgehende Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ergriffen. Diese sind in einer Verordnung festgehalten. Im Anhang findet ihr die entsprechende Verordnung inkl. der heute dazu veröffentlichten Erläuterungen. Die Erläuterungen gehen insbesondere detailliert darauf ein, welche Unternehmen den Betrieb einschränken oder einstellen müssen. Des Weiteren gibt es FAQ (Frage-Antwort Blätter) von Bund und Kanton zur Verordnung, welche die wichtigsten Fragen beantwortet.

Zur Klärung von Fragen zu den geltenden Massnahmen wird neu eine zentrale kantonale Telefon-Hotline betrieben. Telefon 041 939 20 70 (Betriebszeiten: täglich 8-12 Uhr und 13.30-17 Uhr).

Der Kanton hat zudem heute noch eine Stellungnahme zu den Massnahmen abgegeben: Stellungnahme Kanton

Sitzung der Koordinationsgruppe "Wirtschaft" von heute Morgen 17. März 2020

Heute morgen fand eine Sitzung der Koordinationsgruppe Wirtschaft statt, an welcher Vertreter von Wirtschaft und Behörden des Kantons Luzern die aktuelle Situation im Kanton Luzern diskutierten. Folgende Informationen hierzu sind relevant:

Betroffene Betriebe

  • Es wird laufend seitens Bund detaillierter geklärt, welche Betriebe in welcher Form geöffnet bleiben dürfen. Im Moment ist noch nicht alles restlos geklärt. Die Erläuterungen zur Verordnung 2 sind aber schon recht umfassend. Das Staatssekretariat für Wirtschaft wird zudem bis am Freitag dieser Woche weitere Massnahmen zuhanden des Bundesrats empfehlen, mit welchen die Unternehmen unterstützt werden können.

Kurzarbeit

  • Bisher sind 200 Gesuche bewilligt worden. Die Anfragen sind nun stark steigend. Gemäss Dienststelle Wirtschaft und Arbeit ist nicht mit Engpässen zu rechnen.
  • Schnellstmöglich muss eine Lösung erarbeitet werden für Geschäftsführer bzw. Inhaber von Kleinstbetrieben. Diese können im Moment für sich keine Kurzarbeit beantragen. Gemäss Bund ist es möglich, dass hier ein Härtefallfonds geäufnet wird. Das ist aber noch nicht klar.

Liquidität

  • Der Bund hat eine Milliarde gesprochen. Bis 1. April will er klären, wie diese liquiditätsmässig wirksam eingesetzt werden kann. 
  • Am Donnerstag findet ein runder Tisch mit den Luzerner Geschäftsbanken statt (KGL ist auch dabei). Parallel dazu sind die vier Grossbanken auf nationaler Ebene dabei, eine Lösung zu erarbeiten.
  • Das Formular für Bürgschaften wird auf mögliche Vereinfachungen hin geprüft.
  • Der Kanton prüft, wie er durch Stundungen von Steuern, Abgaben und Gebühren usw. die Liquidität der Betriebe entlasten kann.

Schliessungen bei positiv getesteten Mitarbeitenden

  • Wenn ein Mitarbeiter positiv getestet ist, wird dies dem Kantonsarzt gemeldet. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen. Es muss nicht zwingend zu einer Schliessung (Quarantäne) des Betriebs kommen.

Anlaufstelle

  • Der Kanton ist dabei, Anlaufstellen für Info-Suchende zu schaffen. Dies erwartet er auch von den Verbänden.

Nächste Sitzung

  • Die nächste Sitzung der Koordinationsgruppe findet am MO 23. März um 10.30 Uhr statt.

Bei Fragen stehen wir zur Verfügung.